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Diözesanjungschützentag (DJT) 2017 bei der St. Kunibertus Schützengesellschaft in Erftstadt Gymnich.

Der diesjährige Diözesanjungschützentag des Bundes der St. Sebastianus Schützenjugend Köln fand in diesem Jahr am 27.08.2017 in Gymnich unter dem Motto „ Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ statt. Ausrichter dieser Großveranstaltung war die St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich, deren Jugendabteilung gleichzeitig ihr 85jähriges Bestehen feierte.

Da Präsident Thomas Müller sich bei der Planung und Ausrichtung großer Feste auf die langjährige Erfahrung und das großes Engagement der Mitglieder verlassen kann, zögerte er nicht wirklich, diese Veranstaltung nach Gymnich zu holen.

Nach Tagen intensiver Vorbereitungsarbeiten startete der DJT am Sonntag um 10:00 Uhr mit einer von dem Diözesanjungschützenpräses Pfarrer Stefan Ehrlich zelebrierten Heiligen Messe in der Kirche St. Kunibert. Als Konzelebranten standen ihm Pastor Joseph Pikos und Diakon Recker zur Seite. In der von Frank Axer vorbereiteten Messe wurde das Motto des DJT „Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ aufgegriffen und von Pfarrer Ehrlich in der Predigt thematisiert. Als Kernaussage bleibt festzuhalten, dass das Horten von Reichtum nicht so wichtig ist, wie das Pflegen von Freundschaften und gemeinsames Miteinander, was in vielen Schützengesellschaften so auch gelebt wird. Die Kollekte erbrachte einen Betrag über 800 € und wurde noch in der Kirche an Michael Rogge, stellvertretender Pflegedienstleiter der Kinder - Intensivstation der Uniklinik Köln, übergeben. Mit diesem Geld kann ein dringend benötigter Fernseher auf der Intensivstation angeschafft werden, der die Kinder von den Begleitumständen einer intensivmedizinischen Behandlung ablenken soll.

Im Anschluss an die Heilige Messe startete ein imposanter Festzug der Schützenjugend von der Schützenstraße aus. Über 1400 Schützen marschierten unter musikalischer Begleitung vieler Musikkapellen und Tambourcorps durch die Straßen Gymnichs. Am Ende des Festzuges erfolgte der Vorbeimarsch an der Tribüne mit einer Ehrenabordnung sowie den Ehrengästen, zu denen der stellvertretende Landrat Bernhard Ripp, der Bürgermeister der Stadt Erftstadt Volker Erner sowie der Schirmherr des DJT und Protektor der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gerd Overlack gehörten. Weiterhin waren die amtierenden Jungmajestäten auf Diözesanebene sowie auf Bundesebene anwesend. Nach dem Festzug wurden die neuen Majestäten auf Diözesanebene ausgeschossen:

  • Diözesanschülerprinz Thorben Garlip von St. Johann Baptist Roggendorf/Thennhoven (Köln-Nord)
  • Diözesanprinzessin Tamara Rix von St. Sebastianus Kerpen (Bergheim-Süd)
  • Diözesanbambiniprinz Sven-Sebastian Schöneseiffen von St. Sebastianus Poppelsdorf (Bonn)

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Neue Majestäten

Parallel zu den Schießwettbewerben wurden die Besucher durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geführt, das Jung und Alt begeisterte. Als weiterer Höhepunkt fand in der Zeit von 15-18 Uhr ein Mitsingkonzert statt, bei dem die 4 jungen Musiker die anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen mitrissen.
Weiterhin bot sich den Gästen die Möglichkeit, sich an Infoständen über die Arbeit auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Köln oder über das Schützenwesen in Gymnich zu informieren. Bei Austragung der Fahnenschwenkerwettbewerbe wurde unter anderem in diesem Jahr erstmalig ein Fahnenschwenker-Hochwurf-Wettbewerb durchgeführt, den mit einer Wurfhöhe von 9,5m Nils Vogel aus Erftstadt-Ahrem für sich entscheiden konnte.

Auf den grünen T-Shirts vieler Jugendlicher und Helfer stand der Schriftzug „I love green!“ Neben dem Bekenntnis zu ihren Vereinsfarben soll dieser Schriftzug auch als Bekenntnis zur Natur und Umweltschutz verstanden werden. Dies hatte zur Folge, dass bei der Planung und Durchführung dieser Veranstaltung ökologische Ansätze (Müllvermeidung, Nutzung von kompostierbarem Einweggeschirr pp.) mit berücksichtigt wurden und zukünftig auch in unserer Schützengesellschaft eine Rolle spielen werden.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass diese Zusammenkunft der Schützengesellschaften der Diözese Köln als starkes Bekenntnis zu ihren Werten und Traditionen gewertet werden kann. Auch wenn die Vorbereitung und Durchführung unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit erforderte und am Tag selbst alleine 150 Helfer zum Einsatz kamen, so ist doch das Ergebnis Belohnung und Ansporn genug, Feste dieser Art für die Jugend im Sinne von „Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ künftig fortzuführen.

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Festzug

Text: Peter Marx