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Abteilungen: Unsere Wandergruppe

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Wieder war ein Jahr vorbei und die Wandergruppe der St. Kunibertus Schützengesellschaft aus Gymnich machte sich auf den Weg, um das Erzgebirge um den Wintersportort Oberwiesenthal herum auf Schusters Rappen zu erkunden.
Seit der Gründung der Wandergruppe im Jahre 1991, war es die siebzehnte (17) große Wandertour der Gruppe, die in alle möglichen Regionen unserer Republik und in die Nachbarländer führten.
Wanderführer Herbert Schmitz, der auch Vizepräsident der St. Kunibertus Schützengesellschaft ist, und seine Frau Trude haben in die Vorbereitungen wieder sehr viel Herzblut gesteckt, um ein attraktives Programm zu bieten.
Ein Muss für die Wandergruppe für das Nichtvergessen grausamer Abschnitte der deutschen Geschichte war auf der Hinfahrt ein Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Es wurden sehr nachdenkliche Stunden.

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Buchenwald

Mit dem Hotel "Neues Haus" in Oberwiesenthal, das in einer Höhe von 1083 m über Seehöhe liegt, wurde eine sehr zentral gelegene Unterkunft gefunden, von der aus die vier Wandertage und die beiden Stadtbesichtigungen in Prag und Dresden gestartet wurden.

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St. Kunibertus Wandergruppe

Unmittelbar an der Grenze zur Tschechei gelegen wurde man in den nächsten Tagen zum ständigen Grenzgänger, da die Wanderwege mal hüben und mal drüben gelegen waren. Nach dem morgendlichen "Appell" ging es am ersten Wandertag auf eine 12 Kilometer lange Wanderung bis zum berühmten Kurbad Karlsbad in der Tschechei, eine Stadt, die von Karl dem IV (Kaiser des römischen Reiches deutscher Nationen) im Jahre 1370 zur Königsstadt erhoben wurde.

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Karlsbad

Nach einer langen Tour entlang des Grenzverlaufes, folgte am Dienstag die erste Stadtbesichtigung. Sie galt der Hauptstadt der Tschechei Prag, eine faszinierende Stadt mit seiner Burg, der Karlsbrücke und vielen, vielen historischen Bauten.

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Prag: Karlsbrücke

Als eine kleine Krönung der Wanderwoche muss man die Wanderung auf den Gipfel des Fichtelberges ansehen. Mit seinen 1214,6 Meter ist er der höchste Gipfel des deutschen Teiles des Erzgebirges und in Sachsen. Weiter ging dann die Wanderung durch tiefe Fichtenwälder bis nach Cranzahl, von wo aus die Rückfahrt mit der Fichtelbergbahn, einer bei Touristen sehr beliebten Schmalspurbahn, nach Oberwiesenthal erfolgte.

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Gipfel Fichtelberg

Für die 40 Wanderer wurde der zweite "Erholungstag" mit einer Fahrt nach Dresden eingelegt, Stadtführung, Frauenkirchebesichtigung mit Andacht und Führung sowie die Semperoper, Zwinger und Schloss waren die Zielorte an diesem Tag.

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Dresden: Zwinger

Nach einer Wanderung durch den Buchholzer Wald ging es am Freitag tief unter die Erde, vorbei an beschlagenen Gleiswänden, in sehr alte Bergwerkstollen. Der "Markus Röhling Stollen" ist im 18. Jahrhundert angelegt worden. Und es ist für die heutige Zeit unvorstellbar, wie die Bergleute früher hier mit primitivsten Werkzeugen gearbeitet haben.

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Bergwerk

Zum Luftholen und Entspannen gab es dann natürlich am Freitagabend den schon traditionellen gemütlichen Abend im dem sehr hoch gelegenen Berggasthof "Neues Haus".

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Abschied Berggasthof "Neues Haus"

Eine generalstabsmäßige Vorbereitung durch den Wanderführer Herbert Schmitz, eine tolle Unterkunft und eine hochinteressante Umgebung mit den beiden Städten Prag und Dresden waren die Basis für eine überaus gelungene Wanderwoche im Erzgebirge.

Text + Bilder: Werner J. Martens